* 32 *

32. Gedankenschirm
Insel

Septimus ging mit Syrah durch die Dünen und dann hinauf auf die steinige Wiese. Er hatte ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, und er wusste, warum. Nicht weil er einer unbekannten Gefahr entgegenging – die konnte er meistern. Vielmehr machte ihm zu schaffen, dass er nicht mehr wusste, in welcher Zeit er war.

Syrah überquerte die Wiese mit schnellen Schritten und strebte dem steilen Hügel zu, der sich in der Mitte der Insel erhob. Septimus musste fast traben, um mitzuhalten. Am Fuß des Hügels stießen sie auf eine Art Fußpfad, der sich zwischen verstreuten Felsblöcken nach oben schlängelte. Er war so schmal, dass sie nicht nebeneinandergehen konnten, und so eilte Syrah voraus. Sie erklomm den Hang leichtfüßig wie eine Bergziege. Septimus folgte langsamer.

Auf halber Höhe blieb Septimus stehen und drehte sich um. Er hoffte, Feuerspei zu sehen, aber der Drache wurde bereits von den Dünen verdeckt. Er schöpfte kurz Atem, dann setzte er seinen Weg fort. Syrah hatte sich unterdessen auf einen Felsen gesetzt und wartete auf ihn, so reglos wie der Felsen selbst.

Septimus ging langsam und versuchte, sich über einige Dinge klar zu werden. War Syrah in seiner Zeit oder war er in ihrer Zeit? Ob sie nicht doch vielleicht ein Geist war? Aber sie sah überhaupt nicht wie einer aus. Ja, sie sah genauso aus, wie man es von jemandem erwarten würde, der auf einer Insel gestrandet war – abgemagert und von der Sonne verbrannt, die Kleider zerlumpt.

Syrah strich sich das widerspenstige braune Haar hinter die Ohren, als Septimus näher kam, und lächelte ihn so an, wie es wohl ein Mädchen aus Fleisch und Blut tun würde. Zu ihren Füßen sprudelte eine Quelle zwischen flachen bemoosten Steinen hervor. Septimus bekam eine Gänsehaut – es war dieselbe Quelle, die er sich so lebhaft vorgestellt hatte, als er die Inseln überflog. Syrah zog einen zerbeulten Zinnbecher zwischen den Steinen hervor, ließ Wasser hineinrieseln und hielt ihn Septimus hin, als er sich neben sie auf den Felsen setzte. Er trank das Wasser in einem Zug. Es war eiskalt und schmeckte hundert Mal besser als die warme, etwas metallische Brühe aus dem Wasserzwerg.

Nach drei Bechern Wasser fühlte er sich viel klarer im Kopf. »Als du mich gerufen hast«, sagte er, »hast du genau hier gesessen.«

Syrah nickte. »Ja. Es ist mein Lieblingsplatz auf der Insel. An jenem Morgen habe ich nach oben geschaut und deinen Drachen gesehen, und da wusste ich, dass du es bist. Und ich wusste, dass du vielleicht noch den Schlüssel haben würdest.«

»Aber ... wie konntest du denn wissen, dass ich es war?«, fragte Septimus.

Sie sah ihn überrascht an. »Alle Lehrlinge kennen einander«, sagte sie und blickte auf seine Oberlehrlingsstreifen, die nach dem schlimmen Unwetter und der Operation an Feuerspeis Schwanz nicht mehr neu aussahen und von ihrem Glanz verloren hatten. »Es wundert mich, dass Julius dir das noch nicht beigebracht hat, aber das kommt noch. Er ist ja so ein guter Lehrer, findest du nicht?«

Septimus antwortete nicht. Er konnte den Gedanken nicht ertragen, dass er möglicherweise in Syrahs Zeit zurückgerutscht war. In der verzweifelten Hoffnung, irgendwo Jenna und Beetle zu entdecken, sprang er auf. Wenn er sie sah, war alles in Ordnung. Doch es war keine Spur von ihnen zu sehen, und ihn überkam das schreckliche Gefühl, allein auf dieser Insel zu sein, gefangen in einer anderen Zeit – wie schon einmal.

Syrah blickte still und vergnügt aufs Meer, nicht ahnend, dass Septimus einer Panik nahe war. »Ich kann mich daran nicht sattsehen«, murmelte sie. »Selbst wenn ich von allem anderen irgendwann genug haben sollte, davon niemals.«

Septimus betrachtete das Bild, das sich ihm darbot. Vier kleine grüne Inseln, gesprenkelt mit grauen Felsen und umsäumt von schmalen weißen Stränden, lagen achtlos verstreut im glitzernden blaugrünen Meer. Er wusste von seinem Flug über die Inseln, dass es auf der anderen Seite des Hügels noch zwei weitere Eilande gab, sodass es insgesamt sieben waren. Es war atemberaubend schön, aber er hatte nur einen Gedanken im Kopf: In welcher Zeit bin ich?

Syrah stand auf, beschattete ihre Augen und spähte zum Leuchtturm Katzenfels hinüber. »Heute Morgen haben sie das Licht gestohlen. Deshalb bin ich zu dir gekommen. Es geht los.«

Septimus erwiderte darauf nichts. Er war vollauf damit beschäftigt herauszufinden, wann er in Syrahs Zeit zurückgerutscht sein konnte. Wann war es passiert? Bevor oder nachdem Jenna und Beetle angeln gegangen waren? Waren sie zusammen mit ihm in dieser Zeit oder nicht? Je länger er darüber nachdachte, desto mehr schwirrte ihm der Kopf.

»Syrah?«, sagte er. »Hmm?«

»Wie bist du hierhergekommen?«

»Auf einem Delfin.«

»Auf einem Delfin?«

»Das ist eine lange Geschichte. Darf ich dir einen guten Rat geben, Septimus? Wenn das Los bestimmt, dass du auf die Queste gehen musst, fliehe, solange du noch kannst.«

»Ja, ich weiß«, antwortete Septimus ruhig. »Genau das habe ich getan.«

»Tatsächlich?«

»Aber auch das ist eine lange Geschichte«, antwortete er.

Syrah betrachtete ihn mit neuem Respekt. In diesem jungen Lehrling steckte mehr, als sie gedacht hatte. Sie fasste in die Tasche ihres zerlumpten Kittels und zog ein kleines Buch voller Wasserflecken hervor. Der Einband war aus verblichenem blauen Stoff und von Hand mit Zeichen und Symbolen bemalt, von denen Septimus die meisten nicht kannte. In großen goldenen Buchstaben stand auf dem Deckel:

Syrahs Sirenes Buch
Herzlich zugeeignet dem Außergewöhnlichen Zauberer Julius Pike
meinen Inseln.

»Das war mal ein Schiffslogbuch«, erklärte Syrah. »Es ist am Strand angespült worden. Es ist mein einziger treuer Gefährte auf dieser Insel gewesen. Ich habe meine Geschichte hineingeschrieben, damit ich nicht vergesse, wer ich bin – und wer ich war. Darin ist alles erklärt. Bitte nimm es und gib es Julius, wenn du zurückkehrst. Ich habe es auch für ihn geschrieben.«

Septimus betrachtete die Namen auf dem Deckel. »Und heißt du jetzt Syrah oder Sirene?«, fragte er.

»Hier draußen bin ich Syrah.«

»Hier draußen?«, fragte Septimus.

»Lies es«, sagte sie, »dann wirst du verstehen. Später«, setzte sie hinzu, als Septimus den brüchigen Buchdeckel anheben wollte. »Wir müssen jetzt weiter.«

Hinter der Quelle wurde der Pfad breiter, sodass sie nebeneinander hergehen konnten. Als sie sich der bewaldeten Hügelkuppe näherten, wandte sich Syrah ihm zu und sagte: »Das, um was ich dich jetzt bitten werde, sollst du nicht für mich tun, sondern für die Burg. Und ich glaube, wenn du erst weißt, worum es sich handelt, wirst du es auf jeden Fall tun wollen.« Sie sah Septimus an und blinzelte mit ihren grünen Augen in die Sonne, die ihrem struppigen Haar einen goldenen Glanz verlieh. Sie lächelte. »Ja«, sagte sie, »davon bin ich überzeugt.«

»Aber wenn du dir so sicher bist, warum sagst du es mir dann nicht?«, fragte Septimus.

»Ich kann nicht.«

Septimus wurde ungehalten. »Wieso denn nicht?«, fragte er. »Wenn du willst, dass ich diese gefährliche Sache mache, könntest du mir doch wenigstens verraten, worum es geht, anstatt Spielchen mit mir zu treiben.«

»Wenn ich es dir sage, weißt du es. Und wenn du es weißt, wird die Sirene es erfahren.«

»Die Sirene?«, fragte Septimus. Er blickte auf den Namen auf dem Buchdeckel: Sirene – der Name, der hinter Syrahs Namen stand. Sirene – der Name, der Syrahs Namen ersetzt hatte. Ein Schauder lief ihm über den Rücken. Die Insel wurde ihm immer unheimlicher. Er senkte die Stimme. »Wenn du mir schon nicht sagen kannst, was ich tun soll, muss ich zumindest wissen, womit ich es zu tun habe. Wer oder was ist diese Sirene?«

Sie hatten inzwischen den Rand des Wäldchens auf dem Gipfel erreicht. »Also gut«, sagte Syrah. »Aber bevor ich dir von der Sirene erzähle, muss ich eines wissen: Kannst du einen Gedankenschirm aufbauen? Wenn nicht, ist es besser, wenn du es nicht jetzt sofort erfährst, glaube mir bitte.«

Aber Septimus konnte in der Tat einen Gedankenschirm aufbauen.

Er erinnerte sich noch gut an den Tag, an dem Marcia es ihm beigebracht hatte. Von dem Augenblick an, als er vom Aufräumen in der Pyramiden-Bibliothek zurückgekehrt war, hatte der Tag etwas Unwirkliches gehabt. Alles, was er gesagt oder getan hatte, hatte Marcia im Voraus gewusst. Sie hatte seine Sätze für ihn beendet, seine unausgesprochenen Fragen beantwortet, ihm ein Buch geholt, das er suchen wollte, und ihm zahllose andere kleine Streiche gespielt. Am Ende des Vormittags hatte Septimus das Gefühl gehabt, den Verstand zu verlieren – woher hatte Marcia gewusst, was er dachte und was er zu tun beabsichtigte?

Dann hatte Marcia darauf bestanden, dass er mit ihr zusammen zu Mittag aß, statt wie sonst in die Kantine des Zaubererturms zu gehen. Er hatte in der kleinen Küche gesessen und schweigend seine Mahlzeit eingenommen, entschlossen, sich nicht in ein Gespräch ziehen lassen. Er hatte sich fest auf die Gegenstände konzentriert, die auf dem Tisch standen, und ganz besonders auf jeden Löffel des recht leckeren Zaubererturm-Tageseintopfs, den Marcia hatte heraufkommen lassen. Als er bemerkt hatte, dass Marcia ihn mit einem leicht belustigten Lächeln ansah, hatte er nicht weggeschaut, sondern versucht, einen geistigen Schutzschirm zwischen seinen und ihren Augen zu errichten, indem er nur an alltägliche Dinge dachte. Nach dem Nachtisch – glitzernder Schokoladenkuchen à la Zaubererturm – hatte Marcia gestrahlt. Sie hatte ihren Löffel weggelegt und in die Hände geklatscht. »Gut gemacht, Septimus«, hatte sie gerufen. »Ich habe meine ganze Kraft darauf verwendet, deine Gedanken zu lesen, und du bist nicht nur dahintergekommen, was ich getan habe, sondern du hast auch einen Weg gefunden, wie du dich vor mir schützen kannst. Sehr gut! Du hast Gedankenschutz Stufe Eins aus eigener Kraft gemeistert. Heute Nachmittag werden wir uns mit Stufe Zwei beschäftigen – was musst du tun, damit dein Gedankenschirm nicht wahrgenommen werden kann. Wenn du das beherrschst, kommen wir zu Stufe Drei – wie kannst du mithilfe von Scheingedanken jederzeit die Oberhand gewinnen.« Sie hatte gelächelt. »Danach wirst du vor jedem neugierigen Wesen oder Zauberer geschützt sein, sogar vor mir.« Der Nachmittag war damals gut verlaufen. Septimus hatte Stufe Drei erreicht, allerdings war seine Stufe Zwei immer wieder unter seinen Scheingedanken zusammengebrochen, was aber nach Auskunft Marcias bei Anfängern ganz normal sei und mit Übung besser werde.

»Ja«, antwortete Septimus jetzt auf Syrahs Frage. »Ich kann einen Gedankenschirm aufbauen.«

»Gut«, sagte sie, tauchte wie ein Tier, das in seine Höhle schlüpft, in den Wald ein und verschwand. Septimus ging ihr nach. Nach dem hellen Sonnenschein draußen sah er in dem Halbdunkel vorübergehend kaum etwas. Nur mit Mühe konnte er Syrah folgen. Die Bäume waren zwar windschief und klein, standen aber dicht beisammen und trugen kleine, harte fleischige Blätter, an denen er hängen blieb und sich schnitt, wenn er daran vorbeistrich. Außerdem waren die Bäume in Korkenzieherform gewachsen und reckten sich in unvermutete Richtungen, als wollten sie ihm absichtlich ein Bein stellen. Syrah dagegen schlängelte sich flink an ihnen vorbei. Sie kam Septimus wie ein kleines Reh vor, das mal hierhin, mal dorthin sprang und einem Weg folgte, den niemand sonst kannte.

Am anderen Ende des Wäldchens blieb Syrah stehen und wartete auf Septimus. Wie sie so dastand und sich als Silhouette gegen das helle Sonnenlicht abhob, fiel Septimus auf, wie extrem mager sie war. Die zerschlissene Uniform hing an ihr wie Lumpen an einer Vogelscheuche, und ihre schmalen braunen Handgelenke und Fußknöchel ragten wie knorrige Stecken unter ihren ausgefransten Ärmeln und Hosenbeinen hervor. Sie erinnerte ihn an jene Kameraden bei der Jungarmee, die nicht essen wollten – in jedem Zug hatte es ein oder zwei davon gegeben, aber sie hatten nie lange durchgehalten. Wie, so fragte er sich, hatte Syrah auf dieser Insel gelebt?

Am Saum des Wäldchens stieß er zu ihr. Vor ihnen ragte eine breite baumlose Klippe in die See hinaus wie der Bug eines Schiffes. Dahinter eröffnete sich ein großartiges Meerpanorama, nur unterbrochen von einem gedrungenen runden Backsteinturm, um dessen äußerste Spitze eine Reihe kleiner Fenster lief. Syrah fasste Septimus am Arm, um zu verhindern, dass er aus dem Schatten der Bäume hervortrat. Sie deutete auf den Turm und flüsterte: »Das ist der Kieker. Dort wohnt die Sirene.« Syrah machte eine Pause, holte tief Luft und fuhr dann fort: »Die Sirene ist ein besitzergreifender Geist. Ich bin von ihr besessen.«

Auf einmal begriff Septimus, was auf dem Buchdeckel stand. Begleitet von einem schlechten Gewissen fühlte er eine Welle des Glücks in sich aufsteigen – er war noch in seiner eigenen Zeit. Er musste daran denken, was Dan Forrest in seiner Einführenden Abhandlung über Besessenheit schrieb: »Der Fluch des Besessenen ist es, viele Hundert Lebenszeiten lang zu existieren, ohne sich dessen bewusst zu sein. Dies ist eine Form der Unsterblichkeit, die sich niemand wünscht.«

Unwillkürlich trat er einen Schritt von Syrah zurück – Marcia hatte ihn immer davor gewarnt, einem besessenen Menschen zu nahe zu kommen.

Syrah sah gekränkt aus. »Keine Bange«, sagte sie. »Du kannst nicht befallen werden. Ich bin nur im Kieker besessen. Wie ich schon sagte, draußen bin ich Syrah.«

»Warum gehst du dann überhaupt in den Kieker?«

Sie schüttelte den Kopf. »Wenn die Sirene mich ruft, muss ich kommen. Außerdem ...« Sie gähnte. »Oh, entschuldige, ich bin so müde. Ich bleibe immer so lange wie möglich draußen, aber schlafen kann ich nur im Kieker, sonst nirgends.«

Jetzt erinnerte sich Septimus an etwas, was Dan Forrest in seiner Abhandlung nicht ansprach – er hatte es in einer zerknitterten Schriftrolle gelesen, die er ganz hinten in der Schublade des Schreibpults in der Pyramiden-Bibliothek gefunden hatte. Geschrieben hatte sie ein junger Außergewöhnlicher Zauberer, der von einem bösartigen Geist besessen worden war, der in einer Hütte am Finsterbach hauste. Dem Zauberer war es gelungen, in den Zaubererturm zurückzukehren und sein Testament zu schreiben, das mit den Worten begann: »Vier lange Tage ist es nun her, dass ich meinem Besitzergeist davongelaufen bin. Ich habe beschlossen, nicht zurückzugehen, und ich weiß, dass mich bald der letzte Schlaf überkommen wird.« Darauf folgten eine Schilderung dessen, was ihm widerfahren war, verbunden mit ausführlichen Anweisungen für seinen Nachfolger, eine Aufstellung seiner Hinterlassenschaften und ein Abschiedsbrief an einen Menschen, den er »seine einzige wahre Liebe« nannte. Der Brief endete in einem langen Tintenstrich, als ihm die Feder aus der Hand fiel und er sich schließlich dem Schlaf ergab.

Bestürzt hatte Septimus die Schriftrolle Marcia gezeigt, und sie hatte ihm erklärt: Wenn jemand, der von einem ortsgebundenen Geist besessen ist, außerhalb der Wohnung des Geistes einschläft, schlafen beide für immer ein.

»Aber wie können Menschen für immer einschlafen?«, hatte Septimus verwirrt gefragt.

»Nun ja«, hatte Marcia geantwortet, »genauer ausgedrückt: Sie sterben, Septimus. Im Allgemeinen drei Minuten, nachdem sie eingeschlafen sind.«

Das, so dachte Septimus jetzt, erklärte die dunklen Höhlen, aus denen Syrahs Augen leuchteten wie flackernde Leuchtfeuer. »Oh, Syrah«, sagte er. »Das tut mir schrecklich leid.«

Syrah sah ihn überrascht an. Mitgefühl hatte sie von ihm nicht erwartet. Mit einem Mal wurde ihr bewusst, wie ungeheuerlich das war, was sie von ihm verlangte. Sie trat zu ihm und legte ihm die Hand auf den Arm, wobei sie dankbar zur Kenntnis nahm, dass er nicht zusammenzuckte. »Es tut mir leid, dass ich gesagt habe, ich würde deinen Drachen nur retten, wenn du im Gegenzug ... das hier tust. Das war nicht richtig von mir. Ich entbinde dich von deinem Versprechen.«

»Oh!« Septimus lächelte erleichtert – es wurde immer besser. Dann fiel ihm etwas ein. »Aber du hast doch gesagt, ich würde darauf bestehen, es zu tun, wenn ich wüsste, worum es geht.«

»Davon bin ich überzeugt. Die Burg ist in großer Gefahr.«

»In Gefahr? Inwiefern?«

Syrah antwortete nicht. »Wenn du mir den Schlüssel gibst, werde ich tun, was getan werden muss. Oder es zumindest versuchen.«

Septimus sah die Falten, die sich tief in ihr Gesicht gegraben hatten, und ihre sorgenumwölkten grünen Augen. Ihre schmalen Hände waren fest ineinandergepresst, die Knöchel weiß vor Anspannung. Wenn jemand Hilfe brauchte, dann sie. »Nein«, sagte er. »Ganz egal, was es ist, ich werde es tun.«

»Ich danke dir«, sagte Syrah. »Ich danke dir sehr. Wir werden es gemeinsam tun.«

Septimus Heap 05 - Syren
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